Gebrauchter Mobilkran

LUDWIGSHAFEN (ABZ). – Die Verleihfirma Scholl, ein Spezialist in der Hubbranche, entschied sich nach Abwägung mehrerer Alternativen bei einem anspruchsvollen Abbruchprojekt für den Grove GTK1100 von Minitowoc als einzige realisierbare Möglichkeit. Das Modell setzte sich gegen mehrere Mobil- und Raupenkranoptionen für den Abbruch einer 45 t schweren Spitze eines 100 m hohen Schornsteins in Ludwigshafen durch.

Projektmanager Jürgen Jensen, der bei Scholl verantwortlich für diesen Einsatz war, betonte, dass die Baustellenverhältnisse Alternativen ausschlossen: „Als wir unseren ersten Vorschlag für den Abriss vorstellten, konnten wir dafür keine Genehmigung von der zuständigen Behörde bekommen.“

Weiter berichtete er: „Nach weiteren Überlegungen erkannten wir das Potenzial des GTK1100 für diesen Einsatz.“ Damit habe sich die Firma für eine Lösung entschieden, die sowohl zeitlich, logistisch als auch von den Kosten her überzeugt habe.

Scholls erster Ansatz sah die Verwendung eines großen AT-Krans mit komplettem Wippspitzensystem und einem am Haken befestigten Personenkorb vor. Eine Abrissmannschaft hätte den Korb verlassen und auf dem Schornstein von Hand mit dem Abriss beginnen müssen. Dieser Hubplan wurde allerdings von der zuständigen Behörde in Neustadt an der Weinstraße nicht genehmigt.

Gleichzeitig sprach Scholl den Mobilkranbesitzer Wiesbauer wegen des anstehenden Einsatzes an und erwog auch die Verwendung eines großen Raupen- oder AT-Krans mit Wippspitzensystem für den Auftrag. Diese schieden jedoch aufgrund beengter Platzverhältnisse am Einsatzort aus, da es schlichtweg unmöglich war, eine komplette Wippspitze zu rüsten und abzuspannen.

Mit einer Abstützbasis von 18 x 18 m und nur wenigen Tiefladern, die zum Transport des Krans an den Einsatzort nötig waren, bot der GTK1100 die Hublösung für den Einsatz in Ludwigshafen. Außerdem war es von Vorteil, dass dieses Modell weniger Bodenvorbereitungen auf Grund seiner geringen Stützkräfte im Vergleich zu den angedachten Alternativen erfordert.

Jochen Wiesbauer, Geschäftsführer bei Wiesbauer, freut sich, „dass die Hubbranche ein zunehmend besseres Verständnis für die tatsächliche Leistungsfähigkeit des GTK gewinnt“, wie es heißt. „Je mehr wir mit unseren GTKs arbeiten, desto mehr erfassen wir ihr Potenzial. Sobald wir die Gespräche mit Scholl aufnahmen und verstanden, dass es um einen 45-t-Hub in 100 m Höhe unter beengten Platzverhältnissen ging, wussten wir sofort, dass der GTK1100 die einzige Lösung darstellte.“ Und zwar seinen Angaben zufolge schneller und kostengünstiger als die erwogenen Alternativen.“

Für den Hub hängten Scholl und Wiesbauer eine Modulift-Traverse an die Hakenflasche des Mobilkrans und brachten sie an vier Befestigungsstellen an der Schornsteinspitze an. Einschließlich Abspannung hob die Maschine 47,2 t in 100 m Höhe problemlos an. Der Kran verfügt über 95 t maximale Tragfähigkeit und 143 m maximale Hakenhöhe.

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